Praxis für Psychotherapie - Christin Nicolai
Herzlich willkommen – schön, dass Sie den Weg in meine verhaltenstherapeutische Privatpraxis für Psychotherapie gefunden haben. Die Praxis befindet sich zentral in Hannover-Mitte, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof in Hannover entfernt. Zusätzlich zur zentralen Lage bieten die Räumlichkeiten eine ruhige und geschützte Atmosphäre. Ich lade Sie herzlich ein, in einem sicheren Rahmen mit Ihrem Anliegen anzukommen, und freue mich darauf Sie kennenzulernen und therapeutisch begleiten zu dürfen.
Eine empathische, annehmende und wertschätzende therapeutische Beziehung auf Augenhöhe ist mir dabei besonders wichtig. Ebenso wie der Blick auf die Individualität eines jeden Menschen mit seinen ganz persönlichen Bedürfnissen, Zielen, Wünschen und Eigenschaften. Mir ist es ein Anliegen, gemeinsam einen Raum zu schaffen, in dem Sie neue Erfahrungen machen, Ihre Ziele erreichen können und dabei ganz Sie selbst sein dürfen - mit all dem, was Sie mitbringen.
Ambulante Psychotherapie
Ich bin Psychologische Psychotherapeutin mit der Fachkunde in Verhaltenstherapie. Neben klassischen verhaltenstherapeutischen Ansätzen integriere ich gern schematherapeutische und achtsamkeitsbasierte Elemente.
Zu Beginn erarbeiten wir gemeinsam ein individuelles Erklärungsmodell für Ihre Beschwerden, um ein tiefes Verständnis für Ihre Symptome, Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen zu erlangen. Dabei beziehen wir sowohl Ihre Biografie als auch auslösende und aufrechterhaltende Faktoren ein. Aus diesem Prozess leiten wir konkrete Therapieziele für die Behandlung ab.
Behandlungsspektrum
Anliegen für eine Psychotherapie sind so facettenreich wie die Menschen selbst. In meiner Praxis begleite ich Menschen mit unterschiedlichen psychischen Erkrankungen und individuellen Beschwerden. Dazu zählen beispielsweise Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), depressive Störungen wie Depression und Dysthymie, Erschöpfungszustände (Burnout) sowie verschiedene Angsterkrankungen, etwa Agoraphobie, spezifische Phobien, soziale Phobie, generalisierte Angststörung, Krankheitsängste und Panikattacken. Auch Zwangsstörungen z. B. in Form aufdrängender, ungewollter Gedanken oder Handlungen, gehören dazu, ebenso wie schwere Belastungsreaktionen, Anpassungsstörungen, Schlafstörungen, sexuelle Funktionsstörungen und Störungen der Sexualpräferenz. Darüber hinaus behandle ich Impulskontrollstörungen wie z. B. Trichotillomanie (zwanghaftes Haareausreißen), pathologisches Stehlen oder „Skin Picking“.
Symptome psychischer Erkrankungen können sehr vielfältig sein. Häufig zeigen sie sich z. B. in Form von Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, innerer Leere, Probleme mit dem Selbstwertgefühl, Interessenlosigkeit oder Ängsten. Auch innere Unruhe, Reizbarkeit, Wut, Stimmungsschwankungen und das Gefühl der Überforderung treten häufig auf. Viele Menschen erleben Schuld- und Schamgefühle oder kämpfen mit ungewollten Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen. Hinzu kommen oft Grübelgedanken, Konzentrationsprobleme, negative Gedanken über sich selbst oder Entscheidungsschwierigkeiten. Auch körperliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Erschöpfung, Appetitveränderungen, Herzrasen, Schwindel oder Atemnot können auftreten. Manche Betroffene ziehen sich sozial zurück, vermeiden bestimmte Situationen oder entwickeln andere Bewältigungsstrategien.
Jeder Mensch bringt ganz individuelle Themen mit und nicht alles, was uns belastet, lässt sich in Diagnosen, Symptomen oder Begriffen erfassen. Im persönlichen Gespräch finden wir gemeinsam heraus, was Sie gerade brauchen – und wie ich Sie dabei therapeutisch unterstützen kann.
ADHS-Diagnostik für Erwachsene
Ich biete eine wissenschaftlich fundierte ADHS-Diagnostik für Erwachsene ab 18 Jahren an. Dabei orientiere ich mich an den aktuell geltenden Leitlinien (AWMF S3-Leitlinie Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)). Die Diagnostik umfasst in meiner Praxis mehrere Termine und es werden unterschiedliche Informationsquellen in die Gesamtbeurteilung integriert. So werden neben den selbst gemachten Angaben von Ihnen auch Auskünfte von Bezugspersonen und Verhaltensbeobachtungen durch die Psychotherapeutin in die Diagnostik einbezogen. Im Rahmen von standardisierten Selbst- und Fremdauskunftsbögen werden sowohl ADHS-spezifische Symptome erfasst als auch differenzialdiagnostische Merkmale berücksichtigt. Differenzialdiagnostik bedeutet die Betrachtung und den Ausschluss verschiedener psychischer und körperlicher Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen, um die tatsächliche Ursache für die Beschwerden herauszufinden. Das ist bei der ADHS-Diagnostik besonders wichtig, da andere psychische und somatische Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen einhergehen können. Darüber hinaus ist es nicht selten, dass mit einer ADHS auch Neben- und Folgebeschwerden, wie z.B. depressive Verstimmungen, einhergehen können. Auch diese wollen wir in der Diagnostik und den Behandlungsempfehlungen berücksichtigen. Zusätzlich zu der testpsychologischen Fragebogen-Diagnostik werden diagnostische Interviews durchgeführt und, sofern vorhanden, Schulzeugnisse sowie ärztliche und psychologische Vorbefunde gesichtet. Neben der Testdiagnostik in meiner Praxis ist eine externe fachärztliche Abklärung zum Ausschluss körperlicher Ursachen für die bestehenden Symptome erforderlich. Nachdem wir alle Informationsquellen zusammengetragen haben, erhalten Sie von mir abschließend einen ausführlichen, schriftlichen Befundbericht, aus dem der gesamte diagnostische Prozess, die Herleitung aus Anamnese und testdiagnostischen Ergebnissen, mögliche Diagnose(n) und individuelle Empfehlungen hervorgehen. Am Ende besprechen wir gemeinsam, welche Form von Unterstützung für Sie ganz persönlich hilfreich sein könnte.
Was ist ADHS?
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) äußert sich durch unterschiedliche Symptome in den Bereichen: „Unaufmerksamkeit“ (z.B. Konzentrationsstörungen, leichte Ablenkbarkeit), „Hyperaktivität“ (z.B. innere Unruhe, hoher Bewegungsdrang) und „Impulsivität“ (z.B. impulsives Kaufverhalten, „eine kurze Zündschnur“). Es lassen sich dabei drei Subtypen unterscheiden: kombinierter Subtyp, vorwiegend unaufmerksamer Subtyp und vorwiegend hyperaktiv-impulsiver Subtyp. Wie sich die einzelnen Symptome konkret zeigen, kann dabei sehr individuell sein.
Auch wenn es Annahmen gab, dass vorwiegend Jungs und Männer von ADHS betroffen seien, ist mehr als deutlich, dass Frauen ebenfalls in hohem Maße betroffen sind. Mädchen und Frauen erhalten ihre ADHS-Diagnose nachweislich deutlich später als Jungs und Männer und gelten als unterdiagnostiziert, trotz Vorliegens aller klinisch bedeutsamer Symptome. Es ist daher besonders wichtig auch die vermeintlich „unsichtbaren“ Symptome zu erheben, die zwar nicht sofort auffallen, im Inneren jedoch einen deutlichen Leidensdruck hervorrufen können. Auch Kompensationsstrategien und eine hohe Intelligenz können dazu führen, dass eine ADHS nicht sofort erkannt wird, jedoch trotzdem zu erheblichen Beeinträchtigungen in diversen Lebensbereichen führen kann.
Wenn Sie einen ADHS-Verdacht bei sich vermuten und eine ADHS-Diagnostik als Selbstzahler*in oder Privatversicherte*r durchführen lassen möchten, melden Sie sich gern über das Kontaktformular, per Doctolib oder telefonisch bei mir. Mir ist es besonders wichtig gemeinsam mit Ihnen ganz genau hinzuschauen und eine Ursache für Ihre Symptome zu finden.
Paartherapie
In meiner Praxis begleite ich Paare, die sich in Beziehungskrisen befinden, vor gemeinsamen Herausforderungen stehen oder grundlegende Fragen zu ihrer Partnerschaft klären möchten. Häufige Themen sind etwa Kommunikation, Sexualität, Nähe und Distanz, Konflikte, Affären und Untreue, Ungleichverteilung von Verantwortung, Alltag als Belastungsprobe, Trennungsambivalenz, Wertschätzung oder Vertrauen. Lassen Sie uns gern gemeinsam herausfinden, was für Sie im Mittelpunkt stehen soll.
Christin Nicolai (M. Sc., MAS)
Als Psychologische Psychotherapeutin im Bereich der Verhaltenstherapie orientiere ich mich grundlegend am aktuellen Forschungsstand wissenschaftlich fundierter Methoden. Neben klassischen verhaltenstherapeutischen Ansätzen integriere ich gern schematherapeutische und achtsamkeitsbasierte Elemente. Eine empathische und wertschätzende therapeutische Beziehung auf Augenhöhe ist mir dabei besonders wichtig. Darüber hinaus lege ich großen Wert auf eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung, nehme regelmäßig an Fachkongressen, Fortbildungen und Supervisionen teil.
Mein Werdegang
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seit Juli 2025
Gründung meiner psychotherapeutischen Privatpraxis
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2025
Angestellte Psychotherapeutin in einer Psychotherapiepraxis in Hannover
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2019 - 2025
Psychologische und psychotherapeutische Tätigkeit bei MEDICLIN Deister Weser Kliniken, Akutpsychosomatik. Ein Schwerpunkt: Diagnostik und Behandlung von ADHS im Erwachsenenalter
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2019 - 2024
Master of Advanced Studies in Psychotherapie mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie (MASPTVT) an der Universität Bern
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2024
Zusatzqualifikation Gruppentherapie und Entspannungsverfahren
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2024
Approbation als Psychologische Psychotherapeutin - Verhaltenstherapie
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2019 - 2024
Postgraduale Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie bei der Gesellschaft für Verhaltenstherapie und -medizin (GfVT)
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2014 - 2019
Studium der Psychologie an den Universitäten Braunschweig und Hildesheim, Abschluss: Master of Science
In meiner Privatpraxis für Psychotherapie ist eine Abrechnung mit allen privaten Krankenversicherungen, der Beihilfestelle, der Postbeamtenkasse, der Bundespolizei und der Bundeswehr möglich. Bitte erkundigen Sie sich vorab nach den individuellen Voraussetzungen sowie Art und Umfang der Kostenübernahme.
Selbstverständlich können Sie Psychotherapie auch unabhängig von Ihrem Versicherungsstatus als Selbstzahler*in in Anspruch nehmen. Dies bietet den Vorteil, dass keine Antragsformalitäten erforderlich sind und keine Weitergabe sensibler Daten (z.B. Diagnosen) an Ihre Krankenkasse erfolgt.
Die Abrechnung richtet sich in allen Fällen nach der aktuell geltenden Gebührenordnung für Psychotherapeut*innen/Ärzt*innen (GOP/GOÄ).